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Mit alternativen Kraftstoffen in die Zukunft –

ABZ als Partner für Sonderlösungen

Ausgehend von Klimawandel, Energiewende und Ukraine-Krieg treten alternative Kraftstoffe in den Vordergrund, um das von Deutschland völkerrechtlich verbindlich unterzeichnete 1.5°C-Ziel des Pariser Abkommens einzuhalten und gleichzeitig die Abhängigkeiten Deutschlands von fossilen Energieträgern wie Diesel und Erdgas zu reduzieren. Pflanzenöl (und Biodiesel) ist gespeicherte Sonnenenergie und neben Erdöl der einzige bereits flüssige Energieträger auf Erden. Der öffentlich bei Biokraftstoffen diskutierte „Teller-Tank-Konflikt“ trifft auf Ölpflanzen nicht zu, da Ölpflanzen bei der physiologischen Trennung von Pflanzenöl und Ölkuchen (Pressvorgang) Energie und Eiweiß (Protein) immer gemeinsam erzeugen. Ölpflanzen wachsen in allen Erdteilen: unter der Erde (Erdnuss), auf der Erde (Soja, Raps, Sonnenblume), auf Büschen (Jatropha curcas) und Bäumen (Ölpalme, Oliven etc.). Alle Ölpflanzen sind Blütenpflanzen, die Insektenleben induzieren und die Biodiversität erhöhen.

 

Als reine nach DIN 51605 oder DIN 51623 hergestellten Pflanzenöle, bzw. umgeestert als EN 14214-Biodiesel, können diese heimisch erzeugten Biokraftstoffe Diesel als Antrieb für Generatoren und BHKW (Blockheizkraftwerke) ersetzen. Herkömmliche Standard-Dieselmotoren müssen für den Betrieb mit Biodiesel und reinen DIN-Pflanzenölen technisch umgerüstet werden. Als Technologiepartner für eine individuelle Anpassung von Motormechanik und digitaler Software kooperiert ABZ hierzu mit den bayerischen Firmen dts-design (www.dts-design.eu) und Vereinigte Werkstätten für Pflanzenöltechnologie, Dr. Gruber/Gruber GbR (VWP, www.vwp-europe.com). In den vergangenen zehn Jahren entwickelten dts-design und VWP Biodiesel- und Pflanzenöl-taugliche Dieselmotoren auf Basis moderner serieller Direkteinspritz-Dieselmotoren mit Pumpe-Düse- oder Common-Rail-Hochdruckeinspritzung. Um höhere Freiheitsgrade und ein Maximum an Energiesicherheit bei der Kraftstoffversorgung vor allem in entlegenen Gebieten oder auf Inseln zu erzielen, ist die Entwicklung auf Vielstofftauglichkeit ausgelegt. In sogenannten „Flex-Fuel-Motoren“ können mit Hilfe individueller Softwarearchitekturen zur stationären Notstrom-, Strom- und Wärmeversorgung reine DIN-Pflanzenöle, Biodiesel, Diesel bzw. -Kraftstoffmischungen eingesetzt werden.

 

Bezüglich Kraftstoffverfügbarkeit wäre in Deutschland EN14214-Biodiesel derzeit die Wahl vor DIN-51605- oder DIN-51623-Pflanzenöl. Im Rahmen einer pro fossile Kraftstoffe ausgerichteten Gesetzgebung wurden biogene Kraftstoffe und das ehemals große Netzwerk dezentraler Ölmühlen bis auf wenige Anbieter vernichtet. Die aus 2021 stammenden Pflanzenölmengen waren nach Beginn des Ukraine-Kriegs sofort ausverkauft, und für das Jahr 2022 wurde die Aussaatmenge schon 9/2021 festgelegt. Erst durch vermehrte Aussaat von Ölpflanzen 2022 kann sich das Angebot ab September 2023 verbessern.

Zuletzt lieferte ABZ fünf mit DIN 51623-Jatrophaöl betriebene Generatoren mit einer Gesamtleistung von 1.625 kWel. für die Galapagosinsel Isabela. Im Frühjahr 2022 wurde ein MTU 16V4000G34F für einen Notstrombetrieb mit EN14214 Biodiesel umgerüstet.

Galapagosinsel Isabela

  • 1.625 kWel. Gesamtleistung

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